Outdoor DM in Andernach oder, "Der Tag an dem der Regen kam"
Vom 14. / 15. August fand auf der der Strecke in Andernach die Deutsche Meisterschaft Elektro- Glattbahn 1:10 statt. Insgesamt fanden sich 122 Fahrer aus den Sportkreisen ein, davon 56 in der Klasse Modified, 37 in Sport und 29 in der Hobby-Klasse. Die meisten Teilnehmer waren bereits ab Donnerstag vor Ort, um einige Akkus im Freien-Training zu fahren.Da eine DM, offiziell nur über 2 Tage gehen darf, wurde am Freitag ein " Einstell- Rennen" gefahren, letztendlich war es aber ein gezeitetes Traning, dass von den Fahrern genutzt wurde, um das Auto unter Rennbedingungen abzustimmen.
Für das SMI Team starteten in der Klasse Hobby Thomas Lanwert, in der Klasse Sport Tim Wahl und Valentin Hettrich. David Ehrbar, Thomas Mirke, Daniel Sarttorius, Christian Schamp, Fabian Bucher und Uwe Reimers waren in der Klasse Modified für SMI am Start.
Nachdem die Wetterprognose für Sonntag ausgiebigen Regen ankündigte, entschied die Rennleitung noch am Freitagabend, dass alle 5 Qualifikationsläufe am Samstag gefahren werden, so dass Sonntag nur noch die Finals anstehen. Bereits am Samstagabend waren somit die
Startplätze für die Finals bezogen. Den Sprung ins A-Finale schafften 2 Jungs von SMI. Thomas Lanwert ging in der Hobbyklasse von Startplatz 5 ins Rennen.
In der Sportklasse war der Top Qualifier Tim Wahl, der nach einem Ausfall in Vorlauf eins, mit einer gehörigen Wut im Bauch im zweiten Vorlauf 22 Runden, in 7:05.128 auf die Bahn knallte und somit 7 Sec schneller war als seine Konkurrenten.
Im 4. Vorlauf dann dasselbe, noch mal, allerdings waren es diesmal nur 5 Sec Vorsprung. Mit Startplatz 1 hatte Tim somit die besten Chancen um den Sieg mitzufahren. Nachdem die Wettervorhersage für Sonntag zu 98% Starkregen voraussagte, war jetzt Stress angesagt, denn Tim hatte kein Regen Auto (weder Chassis noch Elektronik) und als Top Qualifier musste und wollte er unbedingt fahren und alles daran setzten um aufs Podest zu kommen.
Im Gegensatz zu vielen aus den hinteren Finals die im Regen nicht fahren wollten, Nachdem Stefan Klein ein 09er Chassis und Thomas Mirke seine Elektronik zu Verfügung stellte, bauten das Team, allen voran Daniel und Thomas, Tim ein Regenauto. Es war beeindruckend, wie sich alle einsetzten und alles dafür taten, Tim ein konkurrenzfähiges Auto zu bauen.
Um ca. 23:00 Uhr war's dann soweit, ein perfekter „Regen- XRAY“ stand auf dem Tisch im Fahrerlager.Für Tim war nun die Vorraussetzung da, auch bei Regen um den Sieg mitfahren zu können. Sonntag,
Final –Tag:Unglaublich, es regnete so heftig, dass das Wasser zentimeterhoch auf der Bahn stand und eigentlich eher Boot fahren angesagt gewesen wäre (in den Smilies stand ca. 10 cm Wasser). 10:30 Uhr,
Start zum ersten A-Finale Sport:Tim belegt, nachdem seine Reifen, im Vergleich zu Alex Stocker (1) und Marco Kaufmann (2) keinerlei Gripp aufbauten, Platz 3, die Fahrzeuge der restlichen 7 Fahrer "soffen" allesamt ab.
Zweites Finale:Starker Regen, Tims XRAY hat guten Gripp und geht super, Platz 3 hinter Alex Stocker und Dominik Reschke. Drittes Finale:
Immer noch regnet es wie aus Kübeln, nach der "Einschwimm-Runde" ist klar, dass den Reifen von Tim abermals der Gripp fehlt und nach einem unbeabsichtigten Crash, verursacht durch ein Verfolger, geht Tim's Auto leider nicht mehr, Ausfall. Mit seinen zwei 3ern ist Tim somit Punktgleich mit Marco Kaufmann, der einen 2er und einen 4er schrieb.
Im Endergebnis bedeutete dies dann leider nur Platz 4. für Tim. Deutscher Meister wird abermals Alexander Stocker vor Dominik Reschke und Marco Kaufmann, der in den Vorläufen mit einigen sehr schnellen Runden gezeigt hat, was in ihm steckt.Wenn Marco es schafft zukünftig etwas konstanter zu fahren, dann sollten weitere Erfolge für ihn möglich sein. Fazit:
Tolle Leistungen des SMI -Team, die Jungs haben super zusammen geholfen und jeder hatte sein Spaß.Lob an das Andernacher Team, für eine gut Organisierte DM, auf einer tollen Strecke.Zum Thema Regenrennen: Ohne die Leistung der einzelnen Sieger zu schmälern, leider hängt der Ausgang eines Regenrennens, mit Bedingungen wie in Andernach, auch immer auch etwas vom Glück ab.
Spannender für alle, wäre ein Fight auf trockener Bahn gewesen, aber leider hat man aufs Wetter keinen Einfluss (Gott sei Dank).
